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Brillen: Kantenfilter |
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| Achromaten sind sehr
blendungsempfindlich (siehe über die Krankheit - Achromatopsie)
und benötigen daher in Abhängigkeit von der Umgebungshelligkeit
Sonnenbrillen. Die benötigten Filtergrade sind oft so stark, daß eine
Sonnenbrille, die bei hellem Tageslicht überhaupt erst ein Sehen beim
Achromaten ermöglicht bei geringerer Helligkeit so stark ist, daß
selbst für den Achromaten zu geringe Lichtmengen durch das Glas dringen
und so vollkommene Dunkelheit herrscht.
Achromaten haben aufgrund der Physiologie Ihrer Netzhaut (siehe über die Krankheit - Sehen) ein geringeres Spektrum der wahrnehmbaren Farben, das im Orange-Gelben Bereich endet
Ein typischer Verlauf eines Transmissionsspektrums einer Sonnenbrille ist unten dargestellt. Eine Transmissionskurve zeigt an, bei welcher Wellenlänge (bzw. zuzuordnender Farbe wieviel Licht durch das Glas dringt (Transmission) oder anders formuliert: Welche Farbe in welcher Menge gefiltert wird (Absorption= 100%-Transmission).
"Normale" Sonnenbrillen haben eine zu geringe Absorption im Wahrnehmungsspektrum der Achromaten (führt zur Blendung).
Sogenannte Kantenfilter lassen Licht bis zu einer Grenzfrequenz fast ungefiltert durch, absorbieren aber ab der Grenzfrequenz ein Großteil des Lichtes. Der Übergang ist relativ abrupt, daß die Transmissionskurve fast eine "Kante" bildet.
Kantenfilter weisen oft orange bis rötlich-braune Tönungen auf, polarisierte Kantenfilter wirken oft braun-schwarz.
Berücksichtigt man das Wahrnehmungsspektrum der Achromaten (schwarz) und den Kurvenverlauf von Kantenfiltergläsern (rot) , ist zu erkennen, daß die wirksame Lichtmenge das kleine (gelbe) Dreieck unterhalb der beiden Kurven im gelbfarbigen Lichtspektrum ist. Es folgt, daß im Kantenfiltergläser im sichtbaren Bereich der Achromaten nur eine sehr reduzierte Menge Licht im gelben Lichtspektrum durchlassen. Die Filterwirkung ist somit als außerordentlich stark einzuschätzen.
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