Von: Klaus Plum
Remote Name: 149.225.32.252
Date: 16 Nov 2004
Time: 16:26:27
Hallo Frau Krumbein, bei den von Ihnen angesprochenen Kantenfilterkontaktlinsen handelt es sich um die Hydoflex RP der Fa. Wöhlk. Die Linsen sind aus einem (nicht sehr sauerstoffreichen) sog. HEMA Material, das heute nur noch sehr selten verwendet wird. Die Transmissionskurven (Lichtdurchlässigkeit in den einzelnen Wellenlängenbereichen (Farben) des sichtbaren Lichts)weist keine steile Kantencharakteristik auf. Es handelt sich vielmehr um einen sog. "Blaudämpfer", der blaues sichtbares Licht sehr stark, aber nicht vollständig herausgefiltert. Gerade in dem Bereich, in dem die Stäbchen eine hohe Empfindlichkeit haben, wird noch relativ viel Licht durchgelassen, sodass immer noch Blendung eintritt. Ein anderer Aspekt ist der, dass Achromatopsiebetroffene häufig bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen zwischen verschiedenen Kantenfilterbrillen wechseln. D.h. die Kontaktlinsen müßten im Innenbereich u.U. herausgenommen werden, bzw. es müßte für extreme Helligkeiten zusätzlich eine dunklere Kantenfilterbrille darüber getragen werden, was etwas umständlich ist. Herzliche Grüße Klaus Plum
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