Re: 5-jähriger mit farbschwäche

Von: Prof. Dr. Barbara Käsmann
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Date: 22 Apr 2006
Time: 11:33:05

Kommentar

Hallo, wenn bereits ausgeschlossen werden konnte, dass es keine reinen Rot-Grün-Probleme sind, muss doch etwas festgestellt worden sein? Eine starke Rot-Grünschwäche im Sinne einer Deuteranopie (Grünblindheit) oder einer Protanopie (Rotblindheit) führt durchaus zu einer wahrnehmbaren Störung auch bei zusammengesetzen Farben. Diese Personen fallen oft auf - anders als bei den wesentlich häufigeren Rot-Grün-Schwächen, die nicht immer bemerkt werden. Auch für Kinder, die noch nicht Zahlen lesen können, gibt es Farbensinnteste - zum Beispiel die Matsubara Kinderbilder. Eine weitere Möglichkeit, wenn solche Teste normal erkannt werden können, ist eine Wahrnehmungsstörung - also eine Verarbeitungsschwäche isoliert im Bereich der Benennung von Farben. Eine wirkliche A-Chromatopsie oder auch eine Störung von 2 der 3 Farbrezeptoren (die sog. Blauzapfenmonochromasie) zeigt sich in der Regel nie ohne eine deutlich herabgesetzte Sehschärfe, ein unwillkürliches Augenzittern (Nystagmus) sowie eine Blendungsempfindlichkeit. Viele Grüße, Barbara Käsmann www.albinismus.info

 

 

 

 

 

 

 

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