Von: Prof. Dr. Barbara Käsmann
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Date: 22 Apr 2006
Time: 12:06:55
Hallo, ich möchte Dr. Wissingers Kommentar nur kurz etwas hinzufügen. Ich gehe mal davon aus, dass hier eher ein Benennungsproblem als ein Achromatopsie- oder Blauzapfenmonochromasie-Problem vorliegt. Sollte eine dieser beiden Erkrankungen vorliegen, hätten Sie gewiss von der Sehbehinderung und der deutlichen Blendempfindlichkeit gesprochen, die bei beiden Erkrankungen immer dabei sind und die die Betroffenen in ihrem Leben weit mehr betrifft / beeinflusst / ihr Leben bestimmt als die Unfähigkeit Farben zu erkennen. Ganz kleine Frage nur: hat Ihr Vater oder ein anderer der Betroffenen den Führerschein? Falls ja, wird es sich kaum um die A. oder die B. handeln. Leider ist es immer noch häufig so, dass die ja wirklich häufige Rot-Grünschwäche der Männer landläufig als "Farbenblindheit" bezeichnet wird - und tatsächlich aber genau dieses nicht ist. Siehe auch grad mein Posting zu "5-jähriger mit Farbschwäche" - eine sehr stark ausgeprägte Rot-Grünschwäche (dann aber: entweder Rot oder Grün!) kann durchaus auch das Erkennen anderer zusammengesetzer Farben erschweren, dennoch ist aber die Sehschärfe normal. Barbara Käsmann
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